Einmal in Paris

Ein Wochenende in Paris und nun? Was macht man in der Stadt der Liebe und der unendlichen Sehenswürdigkeiten! Dass mit der Liebe geht keinen etwas an, aber den Punkt mit den Sehenswürdigkeiten können wir vielleicht ein wenig beleuchten. Da ihr, sowie jährlich weitere ca. 16 Millionen ausländischen Touristen, die Anreise sowie das Hotel schon gebucht habt, gehen wir darauf hier nicht weiter ein. Aber damit seid ihr noch nicht fertig. Am besten plant man schon von zuhause aus einige Dinge die einem dann in Paris viel, viel Zeit und Nerven ersparen.

Welche Sehenswürdigkeiten sollen auf dem Plan stehen und welche Sehenswürdigkeit kann man mit welcher kombinieren um nicht ganz so ziellos durch Paris zu eiern. Auch einen Blick in den öffentlichen Nahverkehrsplan gehört mit dazu. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln sollte man es dennoch nicht übertreiben. Es gibt zwar unendlich viele Möglichkeiten Paris mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erkunden, aber wer möchte sich mit der Metro den halben Tag lang die dunklen Seiten der Stadt anschauen! Die eine oder andere Fahrt kann man sich sicher gönnen um das Metro-Feeling in den U-Bahn-Tunneln zu erhaschen, aber das sollte es dann auch gewesen sein. Auch mit dem Linienbus oder der S-Bahn (Réseau Express Régional) macht es nicht wirklich Spaß, da diese meistens sehr voll sind. Paris erkundet man am besten zu Fuß.

Die Stadt ist nämlich wesentlich kleiner als ihr in aller Welt bekannter Name vermuten lässt. Die Pariser Innenstadt passt von der Fläche her acht Mal in die Stadt Berlin.

Neben den bekanntesten Sehenswürdigkeiten, auf die wir weiter unten kurz eingehen, gibt es so vieles in Paris zu entdecken. Ob Museen, Brücken, Plätze, Straßen, Kirchen, Promenaden, Parks, Gärten oder Friedhöfe, da ist für jeden Paris-Besucher etwas dabei. Auch weil es von den zuvor genannten Möglichkeiten unheimlich viele Varianten und Ausführungen gibt. Es bringt aber nichts wie der Hase aus der Batterie-Werbung durch Paris zu flitzen, denn dann sieht man alles, hat aber am Ende nichts gesehen. Auch bringt es nichts, sich akribisch genau an seinem Touren-Plan festzuhalten.

Verteilt die Sehenswürdigkeiten, die ihr euch unbedingt anschauen möchtet, gleichmäßig auf eure Tage in Paris. Plant auch etwas Luft vor und nach der jeweiligen Sehenswürdigkeit ein. So lässt es sich auch mal nach links oder rechts ausscheren um sich Dinge anzuschauen, die man so vorher nicht vor den Augen hatte. Man kann dabei so vieles entdecken. Und zwischendurch sollte es auch mal das eine oder andere kleine oder größere Päuschen in einem der etlichen Straßencafés oder Brasseries geben.

Da sich unser Hotel in der Nähe vom Jardin du Luxembourg befand, startete unsere Tour zu Fuß am ersten Tag unseres Paris-Aufenthaltes auch an diesem Schloss-Park. Die 26 Hektar große und wunderschöne Parkanlage Jardin du Luxembourg befindet sich im 6. Arrondissement und bietet viele Freizeitmöglichkeiten sowie den Palais du Luxembourg. In diesem Schloss tagt der Senat, das Oberhaus des französischen Parlamentes.

Der nächste Stopp war auf der Ile de la Cité. Die Stadtinsel liegt mitten im historischen Stadtkern von Paris im 4. Arrondissement und im Ostteil der Insel steht die Kathedrale Notre-Dame de Paris. Wow, was für ein imposantes Bauwerk. Das Bauwerk und nur das Bauwerk in seiner vollen Gänze von außen zu fotografieren ist schier unmöglich. Auf dem Vorplatz Place Jean-Paul II sowie rundherum um das Bauwerk standen, schauten und spazierten Unmengen an Besuchern. Und wenn dann noch der Fischmarkt auf dem Vorplatz aufgebaut ist, dann wird es noch ein wenig enger. Im inneren der Kathedrale sieht das Ganze dann schon anders aus. Hier lassen sich wirklich tolle Bilder machen.

Das letzte festgelegte Ziel an diesem Tag war die Basilica Sacré-Coeur de Montmartre auf dem gleichnamigen Hügel. Die römisch-katholische Wallfahrtskirche befindet sich im 18. Pariser Arrondissement. Da der Montmartre die höchste Erhebung in der Pariser Innenstadt ist, hat man einen wunderschönen Blick auf ganz Paris. Am besten setzt man sich mit einer Flasche Wein auf die Treppen vor dem Sacré-Coeur und schaut einfach nur hinab. Wer seine Getränke vergessen hat, braucht nicht lange auf den nächsten “Bierverkäufer” zu warten.

Am nächsten Tag ging es dann endlich zu dem Wahrzeichen von Paris, dem Eiffelturm im 7. Arrondissement. Das höchste Bauwerk von Paris ist von vielen Stellen der Stadt aus zu bestaunen. Aber am imposantesten ist es wirklich direkt davor. Wer auf den Eiffelturm möchte, sollte wirklich etwas Zeit mitbringen. Wir haben ca. eineinhalb Stunden gewartet bis uns der riesige Fahrstuhl auf die 2. Etage mitgenommen hat. Mit VIP Tickets lässt sich die Wartezeit erheblich verkürzen.

Einmal oben angekommen, wird man mit der tollsten Aussicht auf Paris belohnt, die man sich vorstellen kann. Nach dem Eiffelturm führte uns der Weg zum Arc de Triomphe und die Avenue des Champs-Élysées hinunter Richtung Roue de Paris, dem Riesenrad am Place de la Concorde weiter durch den Schlosspark Jardin des Tuileries an dessen Ende uns das Museum Louvre erwartete bevor es uns spätabends noch einmal zum Eiffelturm verschlug. Und wieder ein Volltreffer. Wenn der Eiffelturm im Dunkeln so schön leuchtet und zu Beginn jeder Stunde wie ein Diamant glitzert, dann kann man sagen man hat den Eiffelturm gesehen.

Nach dem Eiffelturm am Tage, führte uns der Weg weiter zum Arc de Triomphe de l’Étoile. Das Denkmal auf dem Place Charles de Gaulle gehört zu den Wahrzeichen der Metropole. Am Place Charles de Gaulle kommen das 8., das 16. und das 17. Arrondissement zusammen. Oft kommt es vor, dass man vor einer Sehenswürdigkeit steht und sagt, das habe ich mir irgendwie anders, irgendwie größer vorgestellt. Beim Arc de Triomphe ging es uns genau umgekehrt. Was für ein riesiges Bauwerk. Grandios. Dieses Mal wollten wir aber nicht anstehen um auf die Aussichtsplattform zu gelangen. Also schauten wir uns den Triumphbogen von außen und innen an, bevor es dann weiter entlang der Prachtstraße Champs-Élysées ging. Da der Les Champs, wie die Straße umgangssprachlich auch genannt wird, ihren Beginn am Place de la Concorde hat, führte uns der Weg also vom Ende zum Anfang der Straße.

Am größten Platz von Paris, dem Place de la Concorde hielten wir kurz inne und erstaunten uns an dem Riesenrad Roue de Paris, dem Obelisken von Luxor und den beiden Brunnen Fontaine des Mers (Brunnen der Meere) und Fontaine des Fleuves (Brunnen der Flüsse) bevor uns unser Weg durch den direkt angrenzenden wunderschönen Schlosspark Jardin des Tuileries führte. Die Parkanlage endet kurz vor dem Louvre und ist auch wie der Schlosspark Jardin du Luxembourg mit diesen unverwechselbaren gusseisernen schilfgrünen Stühlen ausgestattet. Zwischen dem Schlosspark Jardin des Tuileries und dem Louvre ist noch der Arc de Triomphe du Carrousel zu bestaunen. Dieser Triumphbogen ist aber bedeutend kleiner wie der Arc de Triomphe de l’Étoile auf dem Place Charles de Gaulle.

Die letzte Sehenswürdigkeit, die wir uns am zweiten Tag in Paris anschauten, war der Louvre (Musée du Louvre). Dieses Kunstmuseum steht im 1. Arrondissement und befindet sich in der ehemaligen Residenz der französischen Könige, dem Palais du Louvre. Der Palais du Louvre ist ein riesiges in U-Form angelegtes Gebäude in dessen Innenhof die Glaspyramiden stehen. Diese Glaspyramiden sind glaube ich noch bekannter als das Bauwerk Palais du Louvre an sich. Die größte dieser Pyramiden wird als Haupteingang zum Museum benutzt. Aus Zeitmangel gepaart mit keinem hundertprozentigen Interesse an den ausgestellten Werken entschlossen wir uns nur den Innenhof sowie das Gebäude von außen zu betrachten bevor wir uns, wie oben schon beschrieben, wieder zum Eiffelturm aufmachten.

Am letzten Tag unseres Paris-Aufenthaltes gingen wir das ganze etwas ruhiger an und ließen uns so durch die Straßen der Metropole treiben. Vorbei am zweitgrößten Gebäude von Paris, dem 210 Meter hohen Bürohochhaus Tour Montparnasse weiter Richtung Hôtel de Ville, dem Rathaus von Paris im 4. Arrondissement und vorläufig ankommend am Centre national d’art et de culture Georges-Pompidou, umgangssprachlich auch Centre Pompidou. Das Centre Pompidou ist ein staatliches Kunst- und Kulturzentrum im 4. Arrondissement von Paris. Dann weiter zum größten Einkaufs- und Freizeitzentrum von Paris, dem Forum Les Halles. In den Hallen findet man neben 160 Einzelhandelsgeschäften und 26 Kinosälen auch die größte Schwimmhalle von Paris.

Zum Schluss starteten wir von der nördlichen Seite der Insel Ile de la Cité am Vedettes du Pont Neuf eine Bootstour über die Seine. Von hier aus lässt sich noch einmal ein Großteil der schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt anschauen. Besonders beeindruckt haben uns die vielen toll verzierten Brücken über die Seine. Ob Pont Neuf, Pont des Arts, Pont du Carrousel, Pont Royal, Pont Alexandre III, Pont de l’Alma, Pont Saint-Michel, Pont au Double, Pont de la Tournelle, Pont de Sully, Pont Marie, Pont Louis Philippe, Pont d’Arcole, Pont Notre Dame, oder Pont au Change, sie waren alle wunderschön. Die einen natürlich mehr als die Anderen.

Das war es! Tolle drei Tage! Jederzeit wieder! Was bleibt abschließend festzuhalten? Wir hätten gern noch das Panthéon im 5. Arrondissement auf dem Hügel der Sainte Geneviève gesehen. Das Panthéon ist eine nationale Ruhmeshalle in der man sich die Gräber vieler französischer Persönlichkeiten ansehen kann. Auch das Moulin Rouge, das bekannteste Cabaret der Welt hätte uns interessiert sowie einen der schönsten und berühmtesten Friedhöfe der ganzen Welt, den Friedhof Père Lachaise. Auch die Grabstätte von Kaiser Napoleon I, der Invalidendom im 7. Arrondissement und die Katakomben von Paris, das vermutlich größte unterirdische Beinhaus der Welt im 14. Arrondissement waren noch in unseren Köpfen. Vielleicht ein anderes Mal.

Zu den von uns besuchten Sehenswürdigkeiten haben wir eigene Bilder-Themen erstellt: Notre-Dame de Paris und Jardin du Luxembourg, Arc de Triomphe und Eiffelturm, Musée du Louvre und Sacré Coeur de Monmartre

Weitere Informationen zu Paris und seinen Sehenswürdigkeiten erhaltet ihr auf der Offizielle Seite des Tourismus und Kongress Büros sowie auf der privaten Seite Paris mal anders! und der Webseite HelpTourists, einem offiziellen Anbieter von Stadtführungen in Paris.

Bilder von Paris

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Bilderthema
2018-08-02T13:06:15+00:0022. Juni 2017|Themen|0 Kommentare

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